Durch die Zuordnung eines Erlebnisses oder Erfahrung durch den Verstand, werden Glaubensmuster und Überzeugungen im Hier und Jetzt aktiviert und bestärkt. Plausibilitätskriterien für innerliche Welten sind die vom Verstand zuvor klassifizierten Gefahrenpotentiale und die dadurch aktiven Überlebensinstinkte. Hierzu zählen auch einschneidende Lebenserfahrungen, die zur Entwicklung von Überlebensstrategien geführt haben. Die Gefühle, Empfindungen und Zustände zu diesen alten Erfahrungen, können vom Verstand im Alltag des Menschen jederzeit - je nach Trigger und Auslöser - reaktiviert werden.
Hierbei spielen bei dieser falschen innerlichen Verdrahtung auch projektive und assoziative Prozesse, die nicht situationsgerecht sind, eine Rolle. Dies führt zum Ergebnis, dass es zu einer falschen Interpretation und auch zu einer nicht situationsangemessenen körperlichen Reaktion und Gedanken kommt. Aufgrund dieser nicht richtigen Verdrahtung und Zuordnung von Informationen, reagiert der Mensch dann mit Abweisung, Ablehnung, Antipathie, Flucht, Starre, Kampf oder sich Todstellen.
Das Tarot kann als Spiegel bzw. projektives und assoziatives Verfahren in einer Beratung genutzt werden. Es dient als Klärungshilfe und wird als Bildmaterial für Assoziationen des/der Klienten genutzt. Ich begleite Klienten in ihrem ganz persönlichen und individuellen Selbstdeutungs- und Selbstklärungsprozess. Tarots unterstützen den Menschen im Mensch-Sein, Klarheit finden, Lösungsfindung, Autonomie, Integrität, Wahrnehmung von be- oder verurteilenden Mustern und in ihrer Unabhängigkeit.
Wozu dienen Tarot Karten
Das Tarot lädt ein, sich auf den Weg zu sich selbst zu begeben. Es hat mit Esoterik wenig zu tun. Zumindest liegt dies im Auge des Betrachters und vor allem des Anwenders. Die Einblicke die das Tarot gewährt, können zumeist ziemlich ernüchtern wirken. Sie bergen aber auch die Möglichkeit in sich, Dinge gänzlich neu zu betrachten und liebevoll anzunehmen. Die Karte die Sie ziehen ist immer ihre persönliche Karten. Diese spiegeln ihre innere Realität und Wahrheit wieder. Für einige Menschen ist es kaum vorstellbar, dass auch Karten mit den Schwingungen und Frequenzen des eigenen Körpers, des Denkens, des Herzens, des Geistes und der Seele in Resonanz gehen können.
Tarot ist eine Hilfe zur Selbsterforschung und Selbsterkenntnis. So wie man einen Spiegel benutzt, um sein Äußeres zu betrachten, können die Bilder und Symbole auf den Tarot Karten genutzt werden, um den eigenen inneren Wirklichkeiten zu begegnen. Die Tarot Bilder sind ein Spiegel der Bilder unserer eigenen Seele und Befindlichkeiten. Je öfter wir hinschauen und auch hineinfühlen, desto mehr entdecken wir über uns selbst und das eigene Leben.
Das Tatort dient als Brücke, um vom Denken ins Fühlen zu kommen. Ein Spiegel reflektiert die Realität, ohne sie zu bewerten oder zu beurteilen. Der Spiegel zeigt Schönes und Hässliches, Angenehmes und Unangenehmes. Die Informationen und Bilder auf den Tarot Karten deuten auf innere seelische Zustände hin. Die Karten können verwendet werden, um die eigene Innenwelt, Ansichten und Glaubenssätze zu durchleuchten, zu fühlen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Je eher man etwas erkennt, das unbewusst ist und im Leben eines jeden einzelnen wirkt, desto schneller kann man reagieren, optimieren, nachjustieren und Dinge verändern.
Klienten lernen in sich hineinzuschauen und Unterschiede festzustellen, so wie eine Medaille mehrere Seiten hat. Alle Seiten haben ihre Berechtigung. Im Unterschied zur Medaille können Sie unerwünschte Seiten erkennen und verändern.
Das Tarot dient nicht zur Suggestion. Tarot Karten enthalten Informationen, Bilder, Symbole und Hinweise, die der Klient auf sich einwirken lassen und auf Wahrhaftigkeit überprüfen kann.
Viele Menschen haben Angst vor ihrer eigenen inneren Realität. Sie geben vor, sich selbst zu kennen und wenden sehr viel Energie auf, ihre eigene Welt aufrechtzuerhalten. Jede Abwehr, jedes Nicht-wahr-haben-wollen bedeutet Angst, Einengung, Selbstbeschränkung, Unfreiheit und Isolation. Die eigene Realität bleibt dann meist unbewusst und unerkannt. Das ist nicht weiter dramatisch. Das Unbewusste, unser wesentlicher Kern, unser innerstes ist wie ein Schatz der wiederentdeckt werden möchte. Das Leben schenkt Menschen, die unbewusst bleiben wollen, unzählige Möglichkeiten, um ins Bewusste zu kommen. Entwicklung bedeutet, den Kern, der eingewickelt ist, so wie man einen Faden um etwas wickelt, wieder zu entwickeln und frei zu setzen. Vergebung schmeckt süß. So kann es funktionieren - die liebevolle und stückweise Weise Begegnung und Annahme seiner selbst.
Das Tarot enthüllt Aspekte des Seins, die nicht immer schön sind. Es gilt herauszufinden, wie auch diese Aspekte angenommen, akzeptiert, integriert und geliebt werden können. Wir können uns nicht selbst annehmen, solange wir vor unserer inneren Wirklichkeit auf der Flucht sind. Wahre Selbstliebe trägt das Verlangen nach tiefer Selbsterkenntnis in sich. Nur das, was wir in uns selbst erkannt, angenommen und entwickelt haben, können wir mit anderen Menschen teilen. Jeder Verwandlung unserer äußeren Umstände geht eine Verwandlung im Inneren voraus. Dinge können nur dann verändert werden, wenn wir erkennen was wir lieben und was nicht. Durch die Kontrasterfahrung wird der Wunsch und die Sehnsucht geweckt, sich in eine Richtung zu bewegen, die sich besser anfühlt.
Beeindruckend sind die Enthüllungen, die durch Tarot Kartenlegen möglich sind. Sie dienen als Denkanstöße, manchmal als Warnung, sollten starre und festgefahrene Ansichten, beibehalten werden.
